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Prof. Dr. Jan Krämer von der Universität Passau berät Bundesnetzagentur zu Regulierungsfragen

| Lesedauer: 2 Min.

Die Bundesnetzagentur hat den Wirtschaftsinformatiker Prof. Dr. Jan Krämer in den „Wissenschaftlichen Arbeitskreis für Regulierungsfragen“ (WAR) berufen. Das unabhängige Expertengremium unterstützt die Behörde in grundsätzlichen Fragen der Regulierungspolitik – darunter auch zu digitalen Märkten.

„Digitale Netze, Plattformen und auch KI-Systeme sind zu zentralen Infrastrukturen unserer Gesellschaft geworden. Neue europäische Vorgaben wie der Digital Services Act und der AI Act stellen hohe Anforderungen an ihre Umsetzung auf nationaler Ebene. Die Bundesnetzagentur spielt dabei eine zentrale Rolle“, erklärt Prof. Dr. Jan Krämer. „Ich freue mich, die Bundesnetzagentur wissenschaftlich beraten zu dürfen und dazu beizutragen, dass die Regulierung dieser digitalen Infrastrukturen auf fundierten ökonomischen Analysen basiert.“

Der WAR besteht aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern verschiedener Fachrichtungen, die rechtliche, ökonomische und technische Aspekte der Regulierung beleuchten und ihre Expertise in öffentlich zugänglichen Stellungnahmen zur Verfügung stellen. Dabei liefert der Arbeitskreis wissenschaftlich fundierte Analysen und Empfehlungen, die für die Weiterentwicklung der Regulierung von physischen Infrastrukturen in den Bereichen wie Energie, Telekommunikation, Post und Verkehr – aber zunehmend auch bei digitalen Infrastrukturen wie Plattformen und KI – von Bedeutung sind.

Experte für Steuerung digitaler Märkte

Prof. Dr. Krämer, der an der Universität Passau den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik mit Schwerpunkt Internet- und Telekommunikationswirtschaft innehat, wurde zum 1. Januar 2026 in das Gremium berufen. Krämers Arbeitsschwerpunkte sind die ökonomische Regulierung von Telekommunikationsmärkten sowie von digitalen Plattformen und KI. Neben der Bundesnetzagentur berät er auch regelmäßig die Europäische Kommission und andere europäische Aufsichtsbehörden. Er ist Akademischer Ko-Direktor des Centre of Regulation in Europe (CERRE), eines in Brüssel ansässigen Think-Tanks.

Internationale Konferenz zur Plattform-Forschung

An der Universität Passau ist er Ko-Sprecher des von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Graduiertenkollegs 2720 „Digital Platform Ecosystems". Es handelt sich dabei um die weltweit größte Forschungsgruppe, die aus ökonomischer Perspektive Themen rund um digitale Plattformen beleuchtet. Die Gruppe holt alle zwei Jahre Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt nach Passau, die zur Plattform-Ökonomie forschen. Die diesjährige Konferenz, die von 15. bis 16. Juni an der Universität Passau stattfindet, nimmt digitale Plattform-Ökosysteme, ihre Steuerung und ihren Einfluss kritisch unter die Lupe.

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